Notfallverhütung – deine zweite Chance

Du hast die Pille vergessen, das Kondom ist gerissen, dein Diaphragma lag falsch, du hast deine unfruchtbaren Tage verwechselt – es gibt viele Gründe, warum deine Verhütungsmethode nicht nach Plan läuft. Dafür ist die Notfallverhütung da.

Arten der Notfallverhütung

Die beiden wichtigsten Arten der Notfallverhütung sind eine Pille mit Hormonen und die Kupferspirale.
VERHÜTUNGSPANNE? KEINE PANIK!
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Notfallpille

Oft die „Pille danach“ genannt, ist die Notfallpille genau das: eine Pille mit Hormonen, die eine Schwangerschaft verhindern soll. Sie kann je nach Präparat bis zu 120 Stunden nach ungeschütztem Sex genommen werden, wobei die Wirksamkeit umso besser ist, je früher sie nach ungeschütztem Verkehr eingenommen wird. Bis zum Zyklusende ist eine weitere zusätzliche Verhütung notwendig. Da sie höhere Hormondosen als die Verhütungspille enthält und massiv in den Zyklus eingreift, soll sie nicht regelmäßig, sondern nur im Notfall genommen werden. Die „Pille danach“ erhältst du rezeptfrei in der Apotheke oder von deinem Arzt/deiner Ärztin.

Kupferspirale

Als hormonfreie Langzeitverhütung nutzt die Kupferspirale Kupferionen, um Spermien unbeweglich zu machen und zu verhindern, dass sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. Wenn sie weniger als 5 Tage nach ungeschütztem Sex eingesetzt wird, kann sie als Notfallverhütung wirken.

Vergiss nicht, deinen Frauenarzt/ deine Frauenärztin zu fragen

Wenn du Fragen oder Bedenken zur Notfallverhütung hast, sprich mit deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin. Wenn das Kondom gerissen ist, ist es sinnvoll, den Frauenarzt/die Frauenärztin nach einem Test auf sexuell übertragbare Krankheiten zu fragen.

ANDERE VERHÜTUNGSMETHODEN

Die Notfallpille solltest du wirklich nur im Notfall anwenden. Falls du sie mehr als einmal brauchst, erwäge diese Methoden zur Langzeitverhütung:

Verhütungsschirmchen

Ein kleines „T“ aus flexiblem Kunststoff, das von deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin in die Gebärmutter eingesetzt wird. Dort setzt es eine sehr geringe Menge eines Hormons frei und wirkt je nach Präparat für bis zu 3 bzw. 5 Jahre.

Kupferspirale

Ein mit Kupferdraht umwickelter Körper, der Kupferionen abgibt. Kupferhaltige Verhütungsmittel werden von einem Frauenarzt/einer Frauenärztin in die Gebärmutter eingesetzt. Dort wirken sie für bis zu 3, 5 oder 10 Jahre.

Hormonimplantat

Ein kleines flexibles Silikonstäbchen, das von deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin auf der Innenseite des Oberarms direkt unter der Haut eingesetzt wird, von dort ein Hormon in den Körper freisetzt und bis zu 3 Jahre empfängnisverhütend wirkt.

Depotspritze

Eine Injektion, die in der Regel vom Frauenarzt/von der Frauenärztin verabreicht wird und drei Monate lang durch die Freisetzung eines Hormons in den Körper vor einer Schwangerschaft schützt.

Unsicher? sprich mit deinem frauenarzt

Vereinbare einen Termin bei deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin.

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